Zeichnung der Straßenzüge in Offenbach rund um den Mathildenplatz, mit Blick von schräg oben auf die Ecke Karlstraße/Bieberer Straße. Anstelle des jetzt dort befindlichen Rewe-Getränkemarkts mit umgebenden Parkplatz ist ein großer Wohnblock eingezeichnet, der das Grundstück bis an die Ränder einnimmt. Das Gebäude ist 6-8 Stockwerke hoch, hat einen kleinen Innenhof, aber es gibt keinen Durchgang mehr zur Karlstraße.
Basierend auf Präsentation des Bauherrn, bearbeitet von Lea Hanke und Marc Preuß mit KI-Unterstützung

Wohnungsbau Ja – aber verantwortungsvoll!

Schon wieder soll ein Stück liebenswertes Offenbach rücksichtslos verbaut werden

Was fordern wir?

Wir fordern die Stadt auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und eine umfassende Prüfung der hydrologischen, klimatischen und städtebaulichen Auswirkungen sicherzustellen. Dies kann nur durch die verbindliche Zusage erfolgen, ein reguläres Bebauungsplanverfahren durchzuführen, das u.a. detaillierte Vorgaben und eine Bürgerbeteiligung vorsieht.

Worum gehts?

Im gründerzeitlichen, denkmalgeschützten Mathildenviertel in Offenbach soll ein großdimensioniertes Bauprojekt eines Frankfurter Investors genehmigt werden. Die bisher im Raum stehenden Planungen sehen eine komplette Bebauung bis an den Grundstücksrand mit einem 6-8 Geschosse hohen Wohnkomplex vor. Es ist von bis zu 160 Wohnungen die Rede.

Auf dem Grundstück (Bieberer Str. 39) befinden sich heute ein flacher Rewe-Getränkemarkt, eine Kita und ein Friseur in den ehemaligen Räumen der Offenbacher Sparkasse. Historisch war das Gelände noch nie komplett bebaut. An der vorderen Ecke stand eine Villa, dahinter befand sich ein parkähnlich angelegter Garten.

Das Bauvorhaben greift tief in die gewachsene Struktur des Quartiers ein und birgt viele Risiken. Wir fordern einen zwingenden Bebauungsplan für dieses Projekt, bei dem alle relevanten Aspekte geprüft werden müssen.

Warum ist das Bauprojekt umstritten?

Das Mathildenviertel zwischen Mathildenplatz und Bahndamm ist geprägt von nahezu vollständig erhaltenen Altbauten aus der Zeit um 1900, von denen viele unter Denkmalschutz stehen. Die historische Bausubstanz und die charakteristischen Fassaden machen den besonderen Wert des Viertels aus.

  • Historisches Viertel mit denkmalgeschützten Altbauten (ca. 1900).
  • Schwieriger Baugrund → erhöhte Gefahr von Setzrissen bereits Schäden durch Bau 2008 (Risse, Rohrbrüche etc.).
  • Neues Bauprojekt könnte ähnliche oder stärkere Schäden verursachen.
  • Gebiet ist schon Hitzehotspot → Gefahr weiterer Aufheizung. Gebäude würden Frischluftzufuhr beeinträchtigen
  • Deutlich mehr Verkehr durch viele Wohnungen & Stellplätze.
  • Mehr Lärm, Emissionen und Parkplatzdruck.
  • Projekt gilt als zu groß und unpassend für das Viertel